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Mit Herz, Pfeife und Haltung: Andreas Raschka im Porträt

Ein Blick hinter die Kulissen des Schiedsrichterwesens – und auf einen, der es mit Leidenschaft lebt.

Wer Andreas Raschka kennt, weiß: Wenn er etwas macht, dann mit voller Überzeugung. Seit über zwei Jahrzehnten steht er als Schiedsrichter auf dem Platz – und das mit einer Begeisterung, die ansteckt. Seit Anfang 2025 ist er zudem Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses Stormarn und bringt seine Erfahrung nun auch verstärkt organisatorisch ein.


Vom Spieler zum Schiedsrichter: Eine Fußballreise mit Tiefgang

Andreas ist ein Kind des Fußballs. Mit vier Jahren begann er in NRW zu spielen – erst in Aegidienberg, später in Brunsbek und Trittau. Seit rund 29 Jahren gehört er zum SSV Großensee, wo er für die Erste Herren, die Alten Herren und später Ü50 aktiv war.

Der Wechsel an die Pfeife kam nicht von ungefähr: „In meiner aktiven Zeit wurde ich öfter gefragt, ob ich mal ein Spiel leiten könnte, wenn kein Schiri da war. Das hat mir Spaß gemacht.“ Was als Gefallen begann, wurde zur Berufung – und führte Andreas bis in die höchste Spielklasse Schleswig-Holsteins, die heutige Flens-Oberliga.


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Herausforderungen, die bleiben – und Erinnerungen, die prägen

In über 50 Oberligaspielen erlebte Andreas alles, was das Schiedsrichterleben mit sich bringt: spannende Spiele, brisante Begegnungen mit Polizeischutz – aber auch wertvolle Erfahrungen in einem einzigartigen Umfeld. Besonders in Erinnerung bleibt ihm das Spiel Holstein Kiel II gegen den VfB Lübeck II im Holsteinstadion: „Mit Spielunterbrechung, Böllern, Raketen und Ausschreitungen – das wünscht man sich nicht, aber es gehört zur Realität.“


„Ich bin kein Oneplayer, ich bin Teamplayer.“

Heute engagiert sich Andreas mit derselben Leidenschaft im Verband. Als Schiedsrichterobmann verantwortet er nicht nur Organisation, Beobachtung und Schulung, sondern setzt sich aktiv für die Wertschätzung der Schiedsrichterarbeit ein. Seine Devise: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen – immer mit Blick auf das große Ganze.


Nachwuchsgewinnung bleibt Kernthema

Ein besonderes Anliegen ist ihm die Förderung junger Schiedsrichter. Der SSV Großensee unterstützt dies bereits durch Ausrüstung, Beitragsfreiheit und Aufwandsentschädigung. Doch es braucht mehr: Motivation, Mut – und Mentoren. „Nicht jeder ist für das Schiri-Amt gemacht. Aber wer sich traut, wird viel lernen – fachlich und persönlich.“

Ein praktischer Vorteil, den kaum jemand kennt: Schiedsrichter mit bestandener Prüfung dürfen in Schleswig-Holstein alle Spiele kostenfrei besuchen – nach der Anwärterschaft sogar deutschlandweit alle DFB-Spiele. „Eine schöne Motivation für Fußballfans“, so Andreas mit einem Augenzwinkern.


Fußball mit Haltung

Andreas hat den Fußball viele Jahrzehnte selbst aktiv erlebt – als Spieler in verschiedenen Vereinen und über viele Jahre beim SSV Großensee. Heute steht er nicht mehr selbst auf dem Platz, aber die Leidenschaft für das Spiel ist geblieben. Seine Erfahrung, sein Verantwortungsbewusstsein und seine Überzeugung, dass Respekt und Fairness zum Fußball dazugehören, prägen sein Engagement im Schiedsrichterwesen bis heute. Für ihn geht es dabei nicht nur um Regeln, sondern um Haltung – auf und neben dem Platz.


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Du willst mehr über das Schiedsrichterwesen erfahren oder mit dem Gedanken spielen, selbst die Pfeife in die Hand zu nehmen?

Melde dich gern bei uns im Verein unter kontakt@ssv-grossensee.de




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