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EIAC 2026 in Irland – SSV Bogenschützen mit dabei

  • 29. März
  • 2 Min. Lesezeit

Waterford, Irland. 2-6. März.EIAC 2026.

Für Coco, 13 Jahre alt und Schützin der Hoods, war es die erste Teilnahme an einer

Europameisterschaft der IFAA (International Field Archery Association) – und damit

eine Woche voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und besonderer Momente.


Schon am Montag stand nach der Registrierung der Einmarsch der Nationen an. Ein

Moment, der vielen in Erinnerung bleibt – für Coco wurde er noch einmal

besonders: Sie durfte das Schild der AAE (Archery Association Europe) tragen,

dem Verband, für den sie gestartet ist. Entsprechend groß war der Stolz, als sie

gemeinsam mit den anderen Nationen in die Halle einlief.


Die Wettkämpfe begannen am Dienstag früh. Um 7 Uhr morgens stand sie an der

Schießlinie zur ersten Standard Round auf 18 Meter. In der SETU-Arena herrschte

über die gesamte Woche hinweg eine beeindruckende Kulisse – rund 430

Schützinnen und Schützen aus 21 Nationen waren am Start, und insgesamt dürften

etwa 80.000 Pfeile durch die Halle geflogen sein. Ein Umfeld, das man so nicht

jeden Tag erlebt.


Am Mittwoch wurde es am Nachmittag noch einmal besonders spannend. Bei der

Flint Round war Coco ohne deutschsprachige Mitschützen auf der Scheibe

eingeteilt – Kommunikation lief auf Englisch. Eine ungewohnte, aber wertvolle

Erfahrung für sie.

Die Flint Round selbst verlangt einiges ab, gerade im Blankbogen:

Es wird auf unterschiedliche Entfernungen geschossen, die sich ständig ändern.

Ohne Visier bedeutet das, sich immer wieder neu auf die Distanz einzustellen, das

Gefühl für den Schuss anzupassen und dabei ruhig und klar im Ablauf zu bleiben.

Genau diese Mischung aus Technik und mentaler Flexibilität macht den Reiz – und

die Schwierigkeit – dieser Runde aus.


Am Donnerstag war Coco in der letzten Startgruppe eingeteilt, wodurch sich der

Wettkampf bis in den späten Abend zog. Bis 22 Uhr wurde geschossen. Wieder

neue Schützinnen und Schützen an der Scheibe, dieses Mal unter anderem aus

Wales, Ungarn und Irland. Auch das gehört zu so einer Meisterschaft dazu: sich

immer wieder auf neue Konstellationen einzustellen, Gespräche zu führen,

gemeinsam zu schießen – unabhängig von Sprache oder Herkunft.


Am Freitag folgte die Siegerehrung. Für Coco endete diese Woche mit der

Goldmedaille in ihrer Alters- und Bogenklasse. Ein tolles Ergebnis – und gleichzeitig

nur ein Teil dessen ist, was diese Tage ausgemacht hat.


Neben dem sportlichen Erfolg nimmt sie vor allem viele Eindrücke mit nach Hause:

erste Erfahrungen auf internationaler Ebene, Begegnungen mit Schützinnen und

Schützen aus ganz Europa und das Gefühl der Dankbarkeit für soviele tolle Momente. Dass direkt nach der Siegerehrung die Frage im Raum stand, wann die

nächste Europameisterschaft ist, zeigt ziemlich gut, wie sehr diese Woche geprägt

hat.


Auch abseits der Wettkämpfe blieb Zeit, Irland ein Stück kennenzulernen.

Gemeinsam mit ihren Eltern, die ebenfalls als SSV-Schützen vor Ort waren, wurde

die Reise zu einem rundum besonderen Erlebnis.


Ein großer Dank geht an die Irish Field Archery Federation für eine hervorragend

organisierte Europameisterschaft und die spürbare Herzlichkeit während der

gesamten Woche.


Für Coco war es die erste EM – und ganz sicher nicht die letzte. 🏹



 
 
 

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